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Tansania - Kerstin

Kerstin – Tansania

Hallo, ich bin Kerstin.

Ein Freiwilliges Jahr ist wie eine Fahrt mit der Achterbahn. Zuerst will man unbedingt damit fahren, ist aufgeregt und sehr fasziniert von der Vorstellung, dann geht es ganz schnell. Man muss einsteigen und es kommen die ersten mulmigen Gefühle. Dann gibt es Hochs und Tiefs. Aber all das wechselt dann sehr schnell. Am Ende ist man ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist, ein bisschen stolz, dass man es überlebt hat, erfreut wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und eigentlich würde man am liebsten sitzen bleiben und noch einmal fahren. Weiterlesen

Himo/Tansania; 2009-2010; Spiritaner

Christoph Niekamp -Tansania

Good morning, Madame! So begrüßte mich ein junger Mann. Nach kurzem Nachfragen stellte sich heraus, das er von einer Englischlehrerin unterrichtet wurde und deshalb nur diese Begrüßungsformel kannte. Um diesem Bildungsmissstand entgegen zu wirken, habe ich auf die Anfragen zweier Frauen aus der Umgebung damit begonnen ihren Söhnen (10 und 14) in unregelmaessigen Abständen Englischnachhilfe zu geben. Bei Mama Jakaya bekomme ich immer leckeres Essen und frischen Mangosaft, die zweiter Frau wollte mich schon für meinen Unterricht bezahlen, aber ich kann von einer Frau, die in einem winzigen Raum in einem Bett mit ihrem 14jährigen Sohn schlafen muss, wirklich kein Geld annehmen.

Didia/Tansania; 2011-2012; Kirchengemeinde Darmsheim/Dagersheim

Marilena Junghans – Tansania

„Milima haikutani lakini binadamu hakutana.“ – Berge und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen.

Das ist der Leitspruch, den ich mir vor meinem Auslandsjahr ausgesucht habe. In meinem Auslandsjahr hat dieses Motto für mich ganz stark an Bedeutung gewonnen. Ich habe Menschen wirklich getroffen und sie auf eine besondere Art und Weise kennen und lieben gelernt. Ich habe mit Menschen einer ganz anderen Kultur und Sprache eng zusammengelebt und durch sie sehr viel Liebe erfahren. Ich habe tiefe Beziehungen aufgebaut und gelernt, dass der gleiche Leitspruch auch für die Menschen in Didia große Bedeutung besitzt.

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Melanie-Brenner

Melanie Brenner – Tansania

Vormittags gehe ich zuerst in den Kindergarten. Im Kindergarten korrigiere und kopiere ich hauptsächlich Aufgaben. Da es keine Schulbücher und keinen Kopierer gibt, müssen die Aufgaben von Hand kopiert werden. Um z.B. 30 Mal die Mathearbeit abzuschreiben, braucht es dann schon einige Zeit und die Lehrerin ist froh, dass ich sie entlaste. Nach ca. 2 Stunden, gehe ich in die Schule. Die Schule macht mir großen Spaß. Im Moment unterrichte ich Englisch in Standard 2 und Standard 4 (d.h. Klasse 2 und 4) und manchmal Mathe in Standard 4. Vielleicht kommt bald noch die 3. Klasse in Englisch dazu. Das alles ist ziemlich witzig aber auch kompliziert und manchmal frustrierend und braucht vor allem sehr, sehr viel Geduld. Da sitzen nun also die 10 bis 16 jährigen Jungs und Mädels und stellen sich an wie Erstklässler. Das sie ja tatsächlich „nur“ Zweitklässler sind und dass es deshalb auch ziemlich normal ist, wenn sie z.B. Fehler beim Abschreiben machen, muss ich mir immer wieder vor Augen führen. (November 2003)