Leitbild

Die AG MaZ hat sich auf gewisse Qualitätsstandards geeinigt, die jeder der anbietenden Orden einhalten soll.

1. Ziele des MaZ-Programmes

  • MaZ ermöglicht Erfahrungen und Lernen in anderen Ländern und Ortskirchen durch Mitleben, Mitbeten und Mitarbeiten.
  • MaZ heißt Menschen anderer Kulturen begegnen, ihre Lebensbedingungen und Hoffnungen teilen.
  • MaZ ermöglicht das vertiefte Kennenlernen eines konkreten Lebens- und Arbeitsbereiches.
  • Maz ist ein Dienst am Gemeinwohl des Einsatzlandes.
  • MaZ will erfahren lassen, dass wir weltweit von einander lernen können.
  • MaZ will jungen Menschen die tragende Kraft des Glaubens spürbar werden lassen.
  • MaZ befähigt zu einem missionarischen Zeugnis zu Hause und zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

2. Die Missionarin auf Zeit/ der Missionar auf Zeit bringt mit:

  • Erfahrungen im Engagement für Gemeinde, Jugendarbeit oder Ähnlichem
  • Gute körperliche und geistige Gesundheit und Belastbarkeit
  • Bereitschaft zu einer einfachen Lebensweise
  • Fähigkeit zur Teamarbeit und zum Leben in der Gemeinschaft
  • Flexibilität und Bereitschaft sich anzupassen und sein eigenes Handeln zu reflektieren
  • Motivation und Offenheit, Glauben und Leben mit Menschen einer anderen Kultur zu teilen
Sie/ Er ist bereit:
  • die nötige(n) Sprache(n) zu lernen
  • am Vorbereitungs- und Nachbereitungsprogramm teilzunehmen
  • einen 12monatigen (bzw. dreijährigen) freiwilligen Dienst ohne Erwerbsabsichten zu leisten

3. Partner im Ausland

sind Gemeinschaften / Einrichtungen der missionarischen Orden, der Ortskirche oder kirchennaher Initiativen. Sie laden eineN MaZ ein mit dem Ziel des Lernens und der weltkirchlichen Erfahrung, indem sie gemeinsames Leben, Beten und Arbeiten ermöglichen. Sie sind Gastgeber und kommen für Unterkunft und Verpflegung auf. Nur in Ausnahmefällen wird dazu ein Beitrag durch den Träger erbracht. Sie erwarten in der Regel keine Fachkräfte. Der Einsatz soll keine Arbeitskräfte ersetzen. Die Verantwortlichen der Träger halten regelmäßigen Kontakt zu den Einsatzstellen und werten die jeweiligen Einsätze gemeinsam aus.


4. Vorbereitung durch den Träger

Die MaZ werden durch den Träger ggf. in Kooperation mit anderen MaZ-Trägern oder im Auftrag des Trägers durch Fachorganisationen (v.a. fid) in Seminargruppen (in der Regel mindestens 20 Seminartage) ggf. auch einzeln auf ihren Dienst vorbereitet. In der Vorbereitung ist die kontinuierliche Auseinadersetzung mit der eigenen Persönlichkeit grundlegend. Die Elemente des Mitlebens, Mitbetens und Mitarbeitens werden schon während der Seminare eingeübt. Vorbereitende Praktika und / oder Kloster- bzw. Gemeinschaftsaufenthalte sind Teil der Vorbereitung.

Vereinbarte Inhalte sind:
  • Heutiges Missionsverständnis
  • Eine-Welt-Problematik
  • Spiritualität der Gemeinschaft / Leben der Gemeinschaft
  • Lebensbedingungen im Einsatzland
  • Interkulturelles Lernen

Die Aneignung und Verbesserung der erforderlichen Sprachkenntnisse liegt in der Eigenverantwortung der MaZ und wird ggf. nach Absprache zu Dienstbeginn in einem Sprachkurs weitergeführt.


5. Begleitung durch den Träger:

Der Träger bietet Begleitung während des Auslandsaufenthaltes durch persönliche Ansprechpartner in Deutschland und im Einsatzland und durch regelmäßige Kontakte. Reflexionen während des Einsatzes werden von Seiten des Trägers initiiert. In Kooperation mit anderen Trägern werden nach Möglichkeit Begleitseminare in den Einsatzländern angeboten.


6. Rückkehr und weiteres Engagement

Rückkehrerseminare und Einzelauswertung nach dem MaZ-Einsatz sind verbindlicher Bestandteil des MaZ-Programms. Darüber hinaus wird individuelle Begleitung vom Träger angeboten. Dabei werden mit ihnen Möglichkeiten und Perspektiven zum Engagement in Kirche und Gesellschaft des Heimatlandes erschlossen. Eine Möglichkeit ist dabei die Einbindung in das (Forum MaZ in Deutschland) und die (Regionalgruppen der rückgekehrten MaZ). Nach dem Einsatz erhalten die MaZ eine Bescheinigung über die Teilnahme am MaZ-Programm.


7. Dienstvereinbarung

Eine schriftliche Dienstvereinbarung zwischen Träger und MaZ und dem Partner vor Ort

  • benennt die Partner / Ansprechpartner im Heimatland und vor Ort,
  • beschreibt ggf. den rechtlichen Status sowie die Versicherungsleistungen und finanziellen Regelungen / Kostenübernahme durch Träger, Einsatzstelle, Unterstützerkreis oder MaZ,
  • regelt die Verantwortlichkeit und Voraussetzungen für die Ausreise v.a. in Bezug auf medizinische Vorsorgemaßnahmen/Impfschutz und Sprachkenntnisse,
  • benennt Möglichkeiten der Konfliktregelung oder einer vorzeitigen Beendigung des Dienstes.

8. Fachliche Kompetenz des Trägers

Die fachliche Kompetenz des Trägers wird sichergestellt durch

  • langjährige Erfahrung in der misssionarischen Arbeit
  • qualifizierte MaZ – Verantwortliche; im Team sind vorhanden: pädagogische Kompetenz, Auslandserfahrung, Kenntnisse der gesellschaftlichen und politischen Situation der Einsatzländer, Fähigkeit zur geistlichen Begleitung, Identifikation mit dem MaZ-Programm
  • Reflexion und Erfahrungsaustausch auf der jährlichen Fachtagung der AG-MaZ
  • Regelmäßige Weiterbildung
  • kollegiale Beratung
  • Kooperation der verschiedenen MaZ-Träger untereinander, besonders beim Seminarangebot und bei der Durchführung von Begleitseminaren im Ausland
  • Regionaler Kontakt mit den Diözesen (Missionsreferate)

Gemeinschaften, die ein eigenes MaZ-Programm beginnen möchten, werden ermutigt, sich zum Austausch und zur Beratung an die SprecherInnen der AG MaZ zu wenden


9. Finanzierung

Der Träger ist verantwortlich für die Sicherstellung der Finanzierung des Dienstes vor der Ausreise. Dies kann geschehen: aus eigenen Mitteln des Trägers bzw. der Gemeinschaft, der Projektpartner, durch die MaZ selbst oder/und einen Unterstützerkreis / Solidaritätskreis. Die meisten Diözesen gewähren einen Zuschuss. Der MaZ-Einsatz ist für Jugendliche aus allen sozialen Schichten möglich und wird nicht an deren mangelnden finanziellen Möglichkeiten scheitern. Vereinbarungen zur Finanzierung einzelner Leistungen werden in der Dienstvereinbarung beschrieben.


10. Information und Transparenz

Die Träger stellen ausreichende Informationen zur Verfügung zu den von ihnen angebotenen Dienstformen und Vereinbarungen im Besonderen in Bezug auf

  • Organisationsablauf und Verantwortlichkeiten des Trägers und der MaZ
  • die möglichen Tätigkeitsfelder im Einsatz
  • die rechtlichen Voraussetzungen und Absicherungen
  • die pädagogische Begleitung
  • die finanziellen Bedingungen
  • die Voraussetzungen zur Teilnahme am MaZ-Programm
  • die Auswahlkriterien
  • die Zulassung / Ablehnung von Bewerbern
  • klare Richtlinien als Wegweiser für die Verantwortlichen vor Ort
  • kontinuierliche Kommunikation zwischen MaZ, MaZ-Team in Deutschland und den Projekten vor Ort

11. Partner in Deutschland

Partner in Deutschland sind für die Ordensgemeinschaften vor allem die zurückgekehrten MaZ, die sich u.a. im Forum MaZ in Deutschland und in Regionalgruppen organisiert haben.

Außerdem:

  • die katholischen Hilfswerke für Eine Welt
  • AGEH / fid-Servicestelle
  • die Diözesen, v.a. die Missionsreferate
  • Fachstellen für kirchliche Jugendarbeit in den Diözesen (Bischöfl. Jugendamt, BDKJ, andere Träger)
  • die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Freiwilligendienste (BAG)-(die AG-MaZ ist Mitglied und arbeitet im Fachausschuss Ausland mit)
  • das Jugendhaus Düsseldorf
  • der DKMR
  • ökumenische Partner (EMS, EIRENE)
  • Netzwerk Afrika-Deutschland
  • u.a.