Fodo/Indonesien; 2009-2010; Franziskanerinnen Salzkotten

Jessica Peters – Indonesien

Silvester – Gebete statt Böller… und wie man diese beide Dinge doch verbinden kann

Am 31. Dezember beginnen wir das Fest wie gewohnt mit einer Abendmesse. Obwohl es zuvor erst das Abendessen gab, wird hinterher sofort wieder Reis in Bananenblatt zu sich genommen. Überhaupt hören wir irgendwie die ganze Nacht nicht auf zu essen. ;-)Immer wieder kommen Pastoren auf ihrem Weg durch die Gemeinde bei uns vorbei und während wir draußen auf der Anhöhe vor unserem Essensraum sitzen, bietet sich uns ein unglaubliches Spektakel. Unten im Dorf wird fleißig geböllert, es ist Stromausfall, der Himmel wird nur vom Vollmond erhellt und die Feuerwerkskörper explodieren vor den schwarzen Silhouetten der Palmen. Ein unbeschreiblicher und wunderschöner Anblick. Um kurz vor 12 begeben wir uns alle in die Kapelle und beten ins Neue Jahr 2010 hinein. […] Fast eine Stunde verbringen wir hier singend, betend und lauschend. […] danach wird deutlich: Nachtruhe im Kloster? Normalerweise, ja, aber nicht an diesem besonderen Tag. Bis um 3 Uhr morgens sitzen wir alle noch zusammen, reden, lachen, grillen ganze Hühner, Schweinefleisch und Ente. Ich fühle mich pudelwohl in dieser ganz intensiv spürbaren Gemeinschaft. Zusammen mit den Kindern verfeuern wir schließlich doch noch unsere hier gekauften Böller und Wunderkerzen, sodass wirklich jeder an diesem Abend auf seine Kosten kommt. (Februar 2010)